Gemeinschaftspraxis für Nuklearmedizin am DIAKOVERE Henriettenstift

Sehr geehrte Patientinnen, sehr geehrte Patienten,

aufgrund der aktuellen SARS-COV 2-Infektionslage gilt ab sofort auch in unserer Praxis die 3G-Regel (Geimpft, Genesen oder Getestet).
Bitte bringen sie einen entsprechenden Nachweis zu ihrem Besuch bei uns mit.

Ihr Praxisteam

Nuklearmedizinische Therapie

Wir bieten nahezu das gesamte Spektrum der nuklearmedizinischen Diagnose- und Therapieverfahren an. Eine besondere Expertise besteht in Bezug auf Schilddrüsen-, Nebenschilddrüsen und Tumorerkrankungen sowie Abklärung von Demenz und Parkinson. 

Icon samarium 153-edtmp- schmerztherapie

samarium 153-edtmp- schmerztherapie

vorbereitung

Vorstellung zum Aufklärungsgespräch mit onkologischen Voruntersuchungen (onkologischer Arztbrief, aktuelle Skelettszintigraphie (falls nicht bei uns durchgeführt), weitere Bildgebungen und Laborwerte), 1–2 Wochen später Durchführung der Therapie

dauer

ca. 4 Std.

ablauf

Anlegen eines intravenösen Zugang, Anlage einer Kochsalzinfusion, nach einer 30 min. Injektion der Therapiesubstanz, weitere Flüssigkeitszufuhr/Trinken, Ganzkörperaufnahme nach 2- 3 Std.

anmerkung

Nach Therapie regelmäßige wöchentliche Blutbildkontrollen bis ca. 6 Wochen. Möglichkeit der Zweittherapie mit höherer Ansprechrate nach ca. 8 Wochen, falls kein ausreichender Therapieeffekt nach Ersttherapie.

Icon radium 223 therapie

radium 223 therapie

ablauf

Jeweils in der Vorwoche vor den o.g. Injektionsterminen Fax der Laborwerte (Blutbild, AP, PSA). Am Therapietag Legen eines venösen Zugangs und Injektion des Radiopharmazeutikums. Ca. 6 Wochen nach Therapieende erneute Skelettszintigraphie

dauer

6 Injektionen (je ca. 30 Min.) im Abstand von 4 Wochen, d.h. 6 Monate

vorbereitung

Indikationsstellung eines symptomatischen „kastrationsresistenten ossär metastasierten Prostata-Karzinoms“ ohne viszerale Metastasierung durch einen onkologisch tätigen Urologen/Onkologen. Anmeldung Fax (Checklisten und Befunde) ggf. Telefon

anmerkung

Unterweisung in Hygienemaßregeln für den häuslichen Bereich.

Icon radiojodtherapie

radiojodtherapie

Spektrum:

Gutartige Schilddrüsenerkrankungen:

  • Schilddrüsenüberfunktion durch „heiße“/autonome Schilddrüsenknoten
  • Basedow-Erkrankung,
  • „Kropf“-/Strumaverkleinerung

Bösartige Schilddrüsenerkrankungen: differenzierte (papilläre/follikuläre) Schilddrüsenkarzinome:

  • Primär- und Rezidivtherapie
  • stationäre Nachsorge

Vorbereitung:

  • Bei Terminabsprache zur Vorstellung Angabe der Einnahme von Schilddrüsen-wirksamen Medikamenten einschl. evtl. jodhaltiger Nahrungsergänzungsmittel (komb. Vitamin-/Spurenelement-Präparate..), ggf. vorheriges Aussetzen der Medikation.
  • Bei ambulanter Vorstellung, falls woanders erfolgt, Mitbringen sämtlicher Schilddrüsen-spezifischer Voruntersuchungen ( Arztbriefe, diagnostische Befunde, insbesondere Schilddrüsenszintigraphie/-Sonographie, Schilddrüsenlaborwerte …)

dauer

Stationärer Aufenthalt zwischen 3-5 Tagen, unter bestimmten Bedingungen länger möglich.

Ablauf

  • Ambulanter Erstvorstellungstermin in der Praxis (Befundbesprechung, aktualisierte Untersuchungen…, danach ggf. weitere Termine zum ambulanten Radiojodtest/alternativ oder zusätzliche chirurgische Beratung… )
  • Vereinbarung eines stationären Aufnahmetermins in der Nuklearmedizinischen Klink des Diakovere Krankenhaus Henriettenstift (DKH)

Therapeutische Leistungen


Stationäre Leistungen

Die Nuklearmedizinische Klinik ist mit drei Gammakameras, Messgeräten, einem modernen Sonographiegerät inkl. farbkodierter Durchblutungsdarstellung (Dopplersonogaphie) und einem Labor (Schilddrüse und Tumormarker) ausgestattet. Zum einen werden alle stationären Patienten der anderen Fachgebiete bei denen eine nuklearmedizinische Diagnostik erforderlich ist, im Haus untersucht. Zum anderen werden auf der nuklearmedizinischen Therapiestation (7 Betten; 3 Zwei- und 1 Einbettzimmer) eigene Patienten behandelt. 

Der Schwerpunkt ist die Radioiodtherapie bei gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen. Durch die Strahlung beseitigt das radioaktive Iod Schilddrüsenzellen, die sich zu stark vermehren oder eine Überfunktion verursachen. Bei Schilddrüsenkrebs wird mit der Radioiodtherapie primär die chirurgische Schilddrüsenentfernung komplettiert. Bei Auftreten von Metastasen können diese i.d.R. durch Schlucken der Iod-Kapsel behandelt werden. Diese innere Bestrahlung hat keine gefährlichen Nebenwirkungen, muss aber aus Strahlenschutzgründen für einige wenige Tage auf der Spezial-Station erfolgen, die der Patient nicht verlassen darf, um das erhaltene radioaktive Iod nicht in seiner Umwelt zu verbreiten. Für jeden Patienten stehen ein Telefon und Fernsehgerät sowie ein gemeinsamer Aufenthaltsraum zur Verfügung.


Die Wirkung einer Radioiodbestrahlung, z.B. bei einer Überfunktion der Schilddrüse, tritt erst im Laufe von Wochen bis Monaten ein, so dass die Patienten, sofern sie nicht von ihrem Facharzt für Nuklearmedizin weiter betreut werden, ambulant zu Nachuntersuchungen kommen.



Wichtige Hinweise 


Marienstrasse 72–90, 30171 Hannover kontakt@NukMed-Hannover.de Termine nach Vereinbarung 0511 289 24 22